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Die Risikolebensversicherung

Mit einer Risikolebensversicherung kann der Versicherte seine Hinterbliebenen für seinen Todesfall finanziell absichern. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Sterbefall des Versicherungsnehmers durch eine Krankheit oder durch einen Unfalltod eintritt. Stirbt die versicherte Person, bekommt die Familie die im Versicherungsvertrag festgelegte Versicherungssumme ausbezahlt. Bereits für ein paar Euro pro Monat kann man seine Lieben mit dem Risikoschutz einer Risiko-Lebensversicherung vor finanziellen Sorgen nach seinem Tod schützen.

Was ist eigentlich eine Risikolebensversicherung

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Für was braucht man eine Risikolebensversicherung?

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?

Welche Voraussetzungen hat eine Risikolebensversicherung?

Was ist bei einer Risikolebensversicherung versichert?

Wie viel kostet eine Risikolebensversicherung?

Risikolebensversicherung: Was bedeuten der Bruttobeitrag und der Nettobeitrag?

Wie lange sollte man eine Risikolebensversicherung abschliessen?

Wie lässt sich die Höhe Versicherungssumme zur Risikolebensversicherung berechnen?

Keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsfragen

Die am häufigsten gestellten Gesundheitsfragen

Risikolebensversicherung: Welche Varianten gibt es?

Welche Zusatzleistungen gibt es bei einer Risikolebensversicherung?

Was ist der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung und einer Kapitallebensversicherung?

Die wesentlichen Merkmale einer Risikolebensversicherung:

  • Die Risiko-Lebensversicherung leistet im Todesfall der versicherten Person ein vereinbarte Summe an den oder die Begünstigten.
  • Diese Risikoversicherung ist vor allem auch dann ratsam, wenn eine Baufinanzierung abgeschlossen wurde und/oder die Familie von den Einkünften eines Hauptverdieners abhängig ist.
  • Die Höhe der Versicherungsbeiträge ist von Kriterien wie zum Beispiel dem ausgeübten Beruf, Erkrankungen, zu hohem Körpergewicht, Rauchen oder gefährlichen Hobbys abhängig.

Was ist eigentlich eine Risikolebensversicherung?

Die Risikolebensversicherung soll die Familie oder auch Geschäftspartner im Sterbefall des Versicherten monetär absichern. Diese reine Risiko-Versicherung ist deshalb für alle Menschen sinnvoll, die verantwortungsvoll ihre Kinder, den Partner oder Geschäftspartner vor finanziellen Problemen nach seinem Tod bewahren wollen. Im Falle des Ablebens der versicherten Person wird die vereinbarte Todesfallsumme an die Begünstigten zur monetären Absicherung ausgezahlt. Mittels der Versicherungssumme kann der laufende Lebensunterhalt, die Beerdigungskosten und auch die Ausbildungskosten der Kinder weiter finanziert werden. Schliesslich wird statistisch gesehen in der Bundesrepublik Deutschland im Durschnitt ein Kind pro Schulklasse zum Halbweisen, noch bevor es seinen Schulabschluss erreicht hat.

Mit Hilfe einer Risiko-Lebensversicherung lässt sich zudem ganz gezielt ein Immobilienkredit absichern. Mit dieser Art der Kredit-Absicherung kann man seine Familienangehörigen davor beschützen, aus dem Wohneigentum ausziehen zu müssen, falls zum Beispiel noch ein Immobiliendarlehen abzutragen ist und die Monatsraten nicht mehr gezahlt werden können. Aber auch einen Geschäftspartner kann im Fall von gemeinsam bestehenden Zahlungsverpflichtungen für Kredite durch diese Absicherungsform schützen.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Prinzipiell ist eine Risikolebensversicherung für alle sinnvoll die Kinder haben und als Hauptverdiener für den Lebensunterhalt der Familie verantwortlich sind. Doch hier ist die berufliche und familiäre Verantwortung zwischen Frau und Mann oft sehr ungleich verteilt. Während der meist männliche Hauptverdiener für den Familienunterhalt Verantwortung trägt, sorgt in den meisten Fällen nach wie vor die Frau für die Erziehung der Kinder. Doch diese ungleiche Rollenverteilung eröffnet jedoch ein Risiko, das nahezu alle Familien in der Bundesrepublik Deutschland betreffen kann. Denn stirbt der hauptverantwortliche Verdiener der Familie plötzlich, ist dies nicht nur eine grosse emotionale Belastung für die Familienangehörigen, sondern der Verstorbene hinterlässt eine meist riesige Lücke in der finanziellen Versorgung. Doch diese Versorgungslücke kann man mit Hilfe einer Risikolebensversicherung (RLV) schliessen, die im schlimmsten Fall einen Versicherungsschutz für die Familie bietet.

Im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung die an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird, dient die Risiko-Lebensversicherung der finanziellen Sicherung der nächsten Angehörigen im Sterbefall des Versicherten. Im Normalfall schliesst der Haupternährer einer Familie die RLV ab, um die finanzielle Versorung seiner Kinder und seines Partners nach seinem Tod sicherzustellen.

Ebenso dient eine Risiko-Lebensversicherung auch zur Absicherung eines Immobilienkredits. Um ein Immobiliendarlehen abschliessen zu können, wird von sehr vielen Geldinstituten der Abschluss einer RLV meistens sogar vorausgesetzt. Des Weitern kann man mit einer Risikolebensversicherung auch seine Geschäftspartner pekuniär schützen, falls gemeinsame Darlehen für die Entwicklung eines Geschäftes aufgenommen wurden.

Für was braucht man eine Risikolebensversicherung?

Der Grundsatz dieser reinen Risikoversicherung ist die monetäre Absicherung für den Sterbefall. Stirbt die versicherte Person, wird der vereinbarte Versicherungsbetrag an die Familie ausbezahlt. Weitere Versicherungsgründe beinhaltet eine Risiko-Lebensversicherung nicht. Sollte der Versicherungsnehmer die Vertragslaufzeit sozusagen überleben, dann werden die in die Versicherung gezahlten Beiträge in der Regel nicht zurückerstattet. Vereinzelt gibt es mittlerweile aber auch Versicherungsunternehmen die eine Rückerstattung der gezahlten Beiträge anbieten, falls der Versicherte während der Vertragslaufzeit nicht verstirbt. Dies ist jedoch noch selten auf dem Versicherungsmarkt anzutreffen und die Versicherungsprämien sind dazu auch relativ hoch.

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?

Mit dieser reinen Risikoversicherung wird nur der Todesfall des Versicherungsnehmers abgesichert. Tritt der Sterbefall innerhalb der vereinbarten Laufzeit des Versicherungsvertrages nicht ein, wird auch keine Versicherungssumme ausgezahlt. Die Risikolebensversicherung wird somit ausschliesslich nur auf das Todesfallrisiko abgeschlossen.

Welche Voraussetzungen hat eine Risikolebensversicherung?

Seit Anfang des Jahres 2010 ist es den Versicherungen nicht mehr gestattet, eine Risiko-Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung zu offerieren. Eine ärztliche Untersuchung des Versicherungsnehmers ist zwar in der Regel erst ab einer bestimmten Höhe der Versicherungssumme erforderlich, jedoch müssen vor Vertragsabschluss einige Fragen zum aktuellen Zustand der Gesundheit vom Antragssteller beantwortet werden. Fehlende oder falsche nicht der Wahrheit entsprechende Angaben kommen spätestens beim Leistungsfall auf und können dann auch die Auszahlung der Versicherungssumme an die Angehörigen gefährden.

Was ist bei einer Risikolebensversicherung versichert?

Die Risikoleben ist eine individuelle Versicherung, die im Todesfall des Versicherten durch Unfall oder Krankheit den vertraglich Begünstigten die im Versicherungsvertrag festgelegte Todesfallsumme ausbezahlt. Diese reine Risikoversicherung wird oftmals auch Hinterbliebenenschutz genannt und ist zum finanziellen Schutz der Familie oder auch von Geschäftspartnern vorgesehen.

Wie viel kostet eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung lässt sich bereits für kleines Geld kostengünstig abschliessen. Der primäre Grund dafür ist, dass hier im Unterschied zu einer Kapitallebensversicherung kein Kapitalaufbau stattfindet. Das heisst explizit, dass nach dem Ablauf des Versicherungsvertrages kein Geld gezahlt wird, sondern nur im Sterbefall der versicherten Person während der Vertragslaufzeit kommt es zu einer Leistungszahlung.

Eine Risikolebensversicherung mit einer versicherten Summe von zum Beispiel 100.000 Euro und einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren, kann eine Person im Alter von 35 Jahren schon für etwa 4,50 Euro monatlich abschliessen. Primär legen die Laufzeit des Vertrages und die gewünschte Deckungssumme, die Höhe der monatlichen Beiträge für die Versicherung fest. Umso länger die Versicherungslaufzeit und die zu versichernde Sterbefall-Summe sein soll, desto mehr kostet auch die Versicherungsprämie pro Monat. Ausserdem differiert die Höhe der Versicherungsbeiträge, da auch individuelle Faktoren des Versicherungsnehmers einen Einfluss haben. Für gesunde Personen die in einem risikolosen Beruf tätig sind oder auch kein gefährliches Hobby betreiben, ist die Risikolebensversicherung meist sehr günstig. Dennoch schätzen die Versicherungsunternehmen das Risiko der zu versichernden Person mit grosser Sorgfalt ab. Personen die rauchen oder risikoreiche Hobbys wie zum Beispiel Klettern oder Skifahren betreiben, müssen meistens einen Risikoaufschlag bezahlen. Ebenso haben das Alter, das Körpergewicht und der Allgemeinzustand der Gesundheit einen Einfluss auf die Berechnung der Versicherungsprämien.

Folgende Kriterien beeinflussen in der Regel die Beitragshöhe einer RLV:

  • Das Eintrittsalter der zu versichernden Person
  • Die Dauer der Laufzeit des Versicherungsvertrages
  • Die Höhe der zu versichernden Summe
  • Der ausgeübte Beruf
  • Der allgemeine Gesundheitszustand des zu Versichernden
  • Risikoreiche Hobbys wie beispielsweise Klettern, Tauchsport, Skifahren/Snowboarden oder Fallschirmspringen

Risikolebensversicherung: Was bedeuten der Bruttobeitrag und der Nettobeitrag?

Im Angebot einer Risiko-Lebensversicherung werden grundsätzlich zwei Preise angegeben, nämlich der Nettobeitrag (Zahlbeitrag) sowie der Bruttobeitrag (Tarifbeitrag). Dabei steht der Nettobeitrag für die Kosten, die aktuell für den Versicherungsschutz zu zahlen sind. Dieser Beitrag wird aber nicht gewährleistet und kann sich verändern, sollten sich die wirtschaftlichen Umstände des Versicherungsunternehmens schlecht entwickeln und es somit geringere Überschüsse erwirtschaftet. Dies kann zum Beispiel dann eintreten, wenn mehr Personen versterben oder die Versicherung geringere Kapitalgewinne am Finanzmarkt erreicht als geplant. In diesem Fall kann der Versicherungsbeitrag steigen, jedoch nur bis zu dem aufgeführten Bruttobeitrag. Somit dann der künftige Versicherungsnehmer einschätzen, wie hoch der Versicherungsbeitrag im schlechtesten Fall werden kann. Nur ein paar wenige Versicherer gewährleisten einen festen Versicherungsbeitrag über die gesamte Laufzeit des Versicherungsvertrages.

Wie lange sollte man eine Risikolebensversicherung abschliessen?

Ein wichtiges Kriterium für die Dauer der Versicherungslaufzeit ist zum einen die Familiensituation. Gibt es Kinder, möchte man diese und seine Partnerin bzw. Partner mit Sicherheit gut abgesichert wissen. Dies sollte dann auf jeden Fall auch so lange gewährleistet sein, bis die Kinder auf eigenen Beinen im Leben stehen können und ihre Schulausbildung, das Studium und die Berufsausbildung beendet haben. Im Normalfall beträgt die Vertragslaufzeit für eine Risiko-Lebensversicherung um die zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre. Dies ist ein geeigneter Zeitrahmen für alle Personen, die Haupternährer einer Familie mit Kleinkindern sind. Nach einer Zeit von etwa zwanzig Jahren sollten die Kinder dann soweit sein, dass sie selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen können. Die Laufzeit sollte immer so lange abgeschlossen werden, so lange die Familienangehörigen eine Versorgung für die fehlenden Einkünfte brauchen.

Die Dauer der Risikolebensversicherung sollte aber zum Beispiel auch erst dann enden, wenn ein vorhandenes Immobiliendarlehen komplett getilgt ist. Läuft der Versicherungsvertrag für eine kürzere Zeit, ist er natürlich auch kostengünstiger. Man sollte aber lieber auf der sicheren Seite bleiben und einige Jahre dazurechnen, denn es ist leichter die Risiko-Lebensversicherung zu kündigen, als im Nachgang die Vertragslaufzeit zu verlängern. Und sollte man sich im fortgeschrittenen Alter noch einmal erneut versichern wollen, wird die Versicherungsprämie zum einen wegen des höheren Eintrittsalters in jedem Fall teurer und zum anderen ist ein Abschluss wegen auftretender Krankheiten eventuell gar nicht mehr möglich - zum Beispiel auch bei einer Krebsversicherung.

Wie lässt sich die Höhe Versicherungssumme zur Risikolebensversicherung berechnen?

Wie hoch die Deckungssumme bei einer Risiko-Lebensversicherung sein soll ist grundlegend davon abhängig, wieviele Familienangehörige abgesichert werden sollen, darunter die Anzahl der Kinder und wie lange sie sich noch in der Schule, Studium oder Berufsausbildung befinden werden. Als Leitlinie lässt sich sagen, bei einem vier Personen Haushalt sollten in etwa die drei- bis fünffachen jährlichen Bruttoeinkünfte des Haupternährers als Grundlage zur finanziellen Absicherung der Familie veranschlagt werden.

Des Weiteren ist die Absicherung von Darlehen wichtig, um bei den Hinterbliebenen wegen der Zahlungsverpflichtungen nicht die finanzielle Existenz zu gefährden. Deshalb sollte zum Beispiel auch die Restschuld eines Immobilienkredits oder offene Zahlungen für einen Autokredit zur Höhe der Deckungssumme hinzuaddiert werden.

Beispiel Deckungssumme für Risikolebensversicherung berechnen:

Versorgung Familie: zwei Kinder und Ehefrau
Hauptverdiener Bruttojahresgehalt: 60.000 Euro
Vorhandene Restschuld Wohneigentum: 120.000 Euro
Berechnung:
Brutto-Jahresgehalt 60.000 Euro x 4 = 240.000 Euro
+ Restschuld Wohneigentum: 120.000 Euro
Ergebnis Höhe Versicherungssumme: 360.000 Euro

Keine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsfragen

Damit die Versicherung das Risiko für den Todesfall des zu Versichernden besser einschätzen kann, muss der Antragsteller dem Versicherer verschiedene Gesundheitsfragen zur Risikobestimmung beantworten. Eine Risiko-Lebensversicherung lässt sich ohne Gesundheitsfragen nicht abschliessen. Bei manchen Versicherungen wird ab einer höheren Versicherungssumme von beispielsweise mehr als 399.000 Euro zudem eine Gesundheitsprüfung durch einen Arzt vorausgesetzt. Dabei muss sich der potenzielle Versicherungsnehmer einer ärztlichen Untersuchungen unterziehen, bei der ein Arzt den aktuellen Gesundheitszustand des Antragstellers beurteilt. Somit fällt es dem Versicherungsunternehmen leichter, das individuelle Sterberisiko des zu Versichernden so gut wie möglich zu bewerten.

Bei den Gesundheitsfragen geht es meistens um den allgemeinen Gesundheitszustand der zu versichernden Person. Eine der wesentlichen Fragen zur Gesundheitsüberprüfung einer RLV ist, ob die Person Raucher oder Nichtraucher ist. Als Raucher wird man von der Versicherung auch gewertet, wenn man nur gelegentlich mal eine Zigarette raucht oder die Variante der E-Zigaretten nutzt. Weiterhin sind Angaben zum Körpergewicht und zur Körpergrösse erforderlich, da sämtliche Versicherungsunternehmen den BMI (Body-Mass-Index) für die Kalkulation der Versicherungsbeiträge einbeziehen.

Die am häufigsten gestellten Gesundheitsfragen sind zum Beispiel:

  • Körpergrösse und Körpergewicht?
  • Wurde in den vergangenen zehn Jahren geraucht, auch E-Zigartten und Gelegenheitsrauchen?
  • Liegen chronische Krankheiten vor?
  • Liegen Erkrankungen der Verdauungsorgange, Geschlechtsorgane oder der Atemwegsorgange vor?
  • Gab es in den vergangenen zehn Jahren eine Kur oder einen längerfristigen Aufenthalt im Krankenhaus?
  • Gab es während der vergangenen fünf oder zehn Jahre eine Behandlung auf Grund einer Nervenkrankheit oder psychischer Probleme?

Ebenso müssen körperliche Schädigungen und Einschränkungen wie zum Beispiel eine Behinderung oder eine eingeschränkte Erwerbsfähigkeit dem Versicherungsunternehmen in jedem Fall mitgeteilt werden. Dabei sollte man berücksichtigen, dass die Angabe gewisser Erkrankungen nicht zwangsläufig zu einer höheren Versicherungsprämie führen oder eine Absage des Versicherers bedeuten müssen. Jedes Versicherungsunternehmen hat ihre persönlichen Anforderungen für die Gesundheitsbewertung. Die Gesundheitsangaben werden deshalb grundsätzlich subjektiv zur versichernden Person überprüft, um somit einen Versicherungsschutz passend zu den indivduellen Bedürfnissen bieten zu können.

Tipp:

Die Gesundheitsfragen zur Risikolebensversicherung sollten immer der Wahrheit entsprechend beantwortet werden. Selbst wenn die Versicherungsunternehmen bei gewissen Krankheiten oftmals einen Risikoaufschlag erheben, sollten die Gesundheitsfragen immer wahrheitsgetreu beantwortet werden. Denn sollte der Versicherungsnehmer nachweislich nicht korrekte Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht haben, kann der Versicherer die Versicherungsleistung kürzen oder komplett ablehnen.

Risikolebensversicherung: Welche Varianten gibt es?

Prinzipiell gibt es bei der Risiko-Lebensversicherung zwei verschiedene Varianten. Zum einen den Todesfallschutz mit konstanter Versicherungssumme und zum anderen mit fallender Deckungssumme:

Die konstante Versicherungssumme:

Wie die Bezeichnung bereits verrät, bleibt bei dieser Variante die Versicherungssumme während der kompletten Vertragslaufzeit über gleich hoch. Liegt die Versicherungssumme zum Beispiel bei 250.000 Euro, bekommen die Begünstigten diese Summe ausbezahlt, ganz gleich zu welchem Zeitpunkt der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit verstirbt. Risikolebensversicherungen mit konstanter Versicherungssumme sind die üblichste Variante. Dieses klassische Vorsorgeprodukt ist die ideale Absicherung für die Familienangehörigen. In der Regel verringert sich zwar im Laufe der Zeit der Leistungsbedarf für die Absicherung, da mit den Jahren das Kapitalvermögen tendenziell ansteigt und die Kinder nicht mehr allzu lange mitversorgt werden müssen. Zugleich verringert sich durch die Inflation auch der Geldwert der Auszahlungssumme. Bestenfalls heben sich diese beiden Faktoren auf. Bei einer RLV mit gleichbleibender Versicherungssumme liegen die Beiträge meistens jedoch etwas höher, als bei Varianten mit sinkender Versicherungssumme.

Die fallende Versicherungssumme:

fallende Versicherungssumme Hierzu gibt es wiederum eine sogenannte annuitätisch fallende Versicherungssumme die auf ein Darlehen abgestimmt ist, das konstant abgezahlt wird. Dabei verringert sich die Versicherungssumme um den selben Betrag wie auch die Restschuld des Darlehens sinkt. Diese Art der Risikolebensversicherung ist zur Absicherung einer Immobilienfinanzierung vorgesehen. Und weiterhin gibt es dazu auch Versicherungsverträge mit einer linear fallenden Versicherungssumme, die hierbei jährlich um den selben Betrag sinken.

Die Varianten zur Risikolebensversicherung noch einmal übersichtlich in einer Tabelle zusammengefasst:

Konstante Versicherungssumme Fallende Versicherungssumme
Für was geeignet? Hinterbliebenenschutz: Kinder und Partner absichern Immobiliendarlehen absichern
Wann geeignet? Heirat oder Geburt von Kindern Erwerb von Wohneigentum
Entwicklung der Versicherungssumme? Gleichbleibend über die gesamte Vertragslaufzeit Annuitätisch oder linear abnehmend innerhalb der Vertragslaufzeit
Wie lange sollte die Laufzeit des Vertrages sein? Bis die Familienangehörigen nicht mehr auf die finanzielle Absicherung angewiesen sind. (Etwa bis zum 20.Lebensjahr der Kinder) Bis das Darlehen vollständig getilgt

Fazit:

In den meisten Fällen fährt man mit einer konstanten Versicherungssumme am besten. Die klassische ist zugleich auch die einfachste Variante. Denn oft soll die Risiko-Lebensversicherung nicht nur das Wohneigentum sichern, sondern auch die Lebenshaltungskosten der Familienangehörigen decken. Sollte man später erkennen, dass die gleichbleibende Versicherungssumme überhöht ist, weil beispielsweise das Wohneigentum zum grössten Teil getilgt ist und der Nachwuchs bald auf eigenen Beinen stehen kann, lässt sich der Versicherungsvertrag auch abändern. Die Versicherungssumme wird reduziert und man bezahlt für die Restlaufzeit des Vertrages geringere Versicherungsbeiträge.

Versicherungsverträge mit fallenden Versicherungssummen werden nicht von allen Versicherungsunternehmen angeboten. Zudem lassen sich die Beiträge nicht ganz so einfach miteinander vergleichen, weil einige Versicherer mit einem konstanten Versicherungsbeitrag kalkulieren und bei anderen Anbietern wiederum die Prämien innerhalb der Vertragslaufzeit Schwankungen unterliegen.

Welche Zusatzleistungen gibt es bei einer Risikolebensversicherung?

Durch Zusatzleistungen bieten Versicherungsverträge mehr Flexibilität. Eine Vielzahl an Versicherungsunternehmen offerieren ihren Kunden verschiedene zusätzliche Optionen zu einer Risikolebensversicherung an. Bei gewissen Zusatzleistungen ist es ratsam sich bereits vor Vertragsabschluss zu entscheiden, denn Zusatzbausteine im Nachgang zu ergänzen ist oftmals nur in Kombination mit einer wiederholten Überprüfung der Gesundheit möglich.

Die am häufigsten angebotenen zusätzlichen Leistungen sind wie folgt:

Garantie zur Nachversicherung

Um auf Veränderungen reagieren zu können, die bei Vertragsabschluss einer RLV noch in der Zukunft liegen, wie zum Beispiel der Erwerb von Wohneigentum oder Nachwuchs, ist ein Versicherungsvertrag mit einer sogenannten Nachversicherungsgarantie vorteilhaft. Was heisst, dass die Deckungssumme bei Veränderungen auch ohne erneute Überprüfung der Gesundheit nach oben hin angepasst werden kann. In den meisten Fällen ist eine Erhöhung aber in etwa bis zu 30.000 Euro gedeckelt.

Möglichkeit zur Verlängerung

Falls erforderlich, hat der Versicherungsnehmer mit einer Verlängerungsoption die Möglichkeit, den Versicherungsvertrag auch ohne wiederholte Überprüfung des Gesundheitszustandes zu verlängern. Diese Option kann vor allem bei unerwarteten Veränderungen der Lebenslage sehr vorteilhaft sein.

Vorgezogene Leistung im Sterbefall

Ob eine Person in seinem Leben eine schwere Erkrankung erleiden wird, lässt sich nicht im Voraus sagen. Sollte der Versicherungsnehmer eine so schwere Krankheit erleiden, dass man den Zeitpunkt des Todes sogar einschätzen kann, wird bei Risikolebensversicherungen mit vorgezogener Sterbefallleistung ein Anteil der Versicherungssumme bereits vor dem Ableben des Versicherten ausbezahlt. Jedoch kommt dies in der Praxis ganz selten vor.

Zusatzleistung bei schwerer Erkrankung

Ebenso bei sehr schweren Erkrankungen ohne eine unmittelbare Todesfolge offerieren manche Versicherungsunternehmen den Versicherten die Möglichkeit auf eine Zusatzleistung. Erleidet die versicherte Person zum Beispiel eine Krebserkrankung, bezahlt der Versicherer einen Anteil der Versicherungssumme bis zu einem maximalen Höchstbetrag aus. Diese sofortigen Auszahlungen sind beispielsweise auch bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall möglich. In der Regel senkt diese Auszahlung nicht die Todesfall-Summe und bedeutet für den Versichteren eine echte zusätzliche Leistung.

Was ist der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung und einer Kapitallebensversicherung?

Im Prinzip haben beide Versicherungen eine Vielzahl an gemeinsamen Merkmalen, was die Wahl zwischen einer Risikolebensversicherung (RLV) und einer Kapitallebensversicherung (KLV) nicht unbedingt erleichtert. Die grundlegenste Übereinstimmung der beiden Versicherungsvarianten ist, dass die Absicherung für den Sterbefall den wesentlichen Versicherungsschutz der Versicherungen darstellt.

Beide Versicherungsvarianten sind somit zur monetären Absicherung der Familie gedacht, sollte der Versicherungsnehmer versterben. Die Versicherungsbeiträge werden bei der Risikolebensversicherung und bei der Kapitallebensversicherung in der Regel pro Monat gezahlt und bei beiden Lebensversicherungen sind Gesundheitfragen zu beantworten. Ebenso lässt sich mit beiden Varianten ein Kredit absichern. Eine Kapital-Lebensversicherung kann sogar in die Finanzierung eines Darlehens integriert werden.

Es gibt bei all diesen gemeinsamen Merkmalen aber dennoch einen ganz wichtigen Unterschied zwischen den beiden Versicherungsvarianten, und dieser ist in der Regel auch der Grund dafür, dass man sich für die KLV oder die RLV entschliesst. Der grundlegende Unterschied ist, dass die Risikolebensversicherung nur im Sterbefall des Versicherungsnehmers eine Versicherungsleistung bietet, demgegenüber die Kapitallebensversicherung sowohl im Sterbefall wie auch im Erlebensfall der versicherten Person leistet.

Was passiert nach Ablauf der Risikolebensversicherung?

Da es sich um eine reine Risikoabsicherung handelt, zahlt die RLV nur dann eine Versicherungsleistung aus, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb der Vertragslaufzeit verstirbt. Ist die Laufzeit des Vertrages zu Ende und ist die versicherte Person während dieser Zeit nicht verstorben, wird somit auch kein Geld aus der Risikolebensversicherung ausgezahlt.